All-inklusive Mojito ohne Mojito

Um nach Baracoa zu kommen kann man zwischen zwei Routen wählen. Man nimmt entweder die Bergstraße La Farola, die im Vergleich zu den restlichen Straßen Kubas in erstaunlich gutem Zustand ist aber von Kubanern wegen der steilen “Klippen” gefürchtet ist, oder fährt über die “Nordroute”. Die hingegen ist teilweise eher weniger vorhanden. Da zeigt sich, dass eine nicht gewartete Asphaltstraße wesentlich schlimmer zu fahren sein kann, als eine Schotterpiste. Von Santiago sind wir über die Berge gekommen. Kubaner haben halt keine Berge, da kann man sich schnell mal fürchten, wenn es ein paar Meter runter geht.

Nächster Programmpunkt nach dem kulinarischen Highlight der Reise ist der Traumstrand. Haben uns also tatsächlich in ein All-Inclusive-Hotel eingemietet. Auf den Cayos nördlich von Kuba gibt es keine Casas Particulares (“Privatpensionen”), wo wir bisher immer sehr gewohnt haben. Außer den großen Hotelketten gibt es dort nichts.

Für die Anreise haben wir mehr als einen vollen Tag gebraucht. 650 km in knappen 9 Stunden bis Camagüey und dann am nächsten Tag weiter aufs Cayo. In der Früh mussten wir vor der Abfahrt noch einen platten Reifen wechseln. Das hat erstaunlicherweise nicht länger als ca 1,5h gebraucht bis wir den Reifen gewechselt, bei der Vermietung waren und den reparierten Reifen wieder am Auto hatten. Völlig ohne Diskussionen – auch bei der Rückgabe des Autos.

Im Iberostar Mojito lebt man “pre-paid”. Es gibt mehrere Bars am gesamten Gelände wo man fast rund um die Uhr Essen und Trinken bekommt. Immer das gleiche und nicht sehr ausgefallen, für zwei Tage aber gut aushaltbar. Mojitos waren am ersten Tag nicht aufzutreiben; erst am zweiten Abend und nur an einer Bar.

Zurück in Havanna haben wir leider bei unserer ersten Mafia-Mama kein Bett mehr bekommen, wurden aber bei der Nachbarin untergebracht. Es findet sich immer etwas. Bei den Casas wird man immer von einer zur nächsten weiter empfohlen. Amelia war unsere erste Gastgeberin und hat uns auch Adressen für die weiteren Orte gegeben. Die Zimmervermietung an Touristen ist fest in der Hand der Damen des Landes. Sie organisieren die Zimmer, kochen Abendessen und machen das Frühstück. Allerdings dürften die Vermieterinnen nur am Essen wirklich etwas verdienen. Die Vermietung der Zimmer bedarf einer Lizenz für die ein sehr hoher monatlicher Fixbetrag pro Zimmer unabhängig von der Auslastung zu zahlen ist. Da die Damen immer für das nächste Reiseziel die Unterkunft gleich telefonisch reservieren und auch später genau wissen wo man war, dürfte wohl auch eine Vermittlungsprovision einen finanziellen Beitrag zu deren Einkommen leisten.

Das traurige Bild im Supermarkt. Es gibt eben was man braucht, und nicht was man will.

Die öffentlichen Plätze mit staatlicher Internetversorgung erkennt man recht flott an der hohen Handydichte.

Playa Maguana in Baracoa. Nicht nur das Essen war besser, auch das kubanische Leben authentischer und der Strand sympathischer (abgesehen von den vielen penetranten Strandverkäufern).

In Viñales gibt es keine natürliches Nass, in dem man der Hitze entkommen kann. Man muss sich für den Nachmittag im Luxushotel-Pool einkaufen.

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Im Osten geht die Sonne auf

Santiago de Cuba haben wir zwei Nächte gewidmet. Unter Tags halten wir unser Aktivitätslevel niedrig, die Hitze ist erdrückend. Zur Abkühlung schauen wir auch dort zum Hausstrand. Wie üblich werden wir von einem aufmerksamen, gut gekleideten jungen Cubaner begrüßt, der uns freundlich auf den Parkplatz leitet (natürlich offiziell: gegen die Einbahn in einer Seitengasse vor x-beliebigen Häusern). Only 1 CUC! Dann zeigt er uns den Strand (richtig, da wo das Meer aufs Festland trifft) und anbietet uns nachher ein gutes Restaurant zu zeigen. Wir lassen uns unter einem Palmsonnenschirm nieder. Drei Minuten später ist er wieder da, um uns zu sagen, dass man dafür zahlen muss: 0,50 CUC bei dem Wächter da hinten den man nicht sehen kann. Aber er geht gerne für uns hin und regelt das für 2 CUC. Dann legen wir uns also einen Meter weiter nach rechts. Interessant, dass die Cubaner, die später kamen sich unter “unseren” Schirm legen und natürlich nichts zahlen.

Kleinigkeiten, die einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Wie lange kann sich ein Sozialismus halten, wenn die Bevölkerung so kapitalistisch geschäftstüchtig ist?

Im Casa de la Trova (Live-Musik Veranstaltungen) hat Enrique Sabrina eine gratis Salsa-Stunde gegeben. Da merkt man schon, dass Tanzen einen hohen Stellenwert im kubanischen Leben einnimmt. Ganz natürlich gehen hier regelmäßig die anwesenden Paare auf die Tanzfläche und bewegen sich nicht als hätten sie es gelernt, sondern einfach in den Genen. Danach haben wir halt noch erfahren, dass wir als Europäer ein schreckliches Leben führen. So eingeschränkt und ohne Spaß und Lebensgefühl, wo Enrique noch nicht einmal über die Stadtgrenze hinaus gekommen ist. Hier sieht man also, dass die Propaganda volle Arbeit leistet! Cuba libre!

Baracoa hat uns zumindest geschmacklich mit Cuba versöhnt. Hier wird endlich mit den Zutaten gekocht, die sowieso im Land zu kriegen sind: Fisch, Kokosmilch, Knoblauch, Zwiebel und Kräuter. Klingt nicht schwer, ist es aber scheinbar für alle Küchenchefs, die westlicher als Baracoa ihrer Arbeit nachgehen.

Jetzt sitzen wir im Stadtpark und ergeben uns der Internetsucht. Laut Leos Recherchen wurde erst in den letzten Monaten der Internetzugang so stark vereinfacht. Es gibt in allen Städten am Hauptplatz ein Wifi, bei dem man mit einer Nauta-Karte ein Internet-Zeit Kontingent nutzen kann. Für 1 CUC kann man 1 Stunde Internet kaufen. Mit dieser Verbindungsgschwindigkeit würde bei uns kein Provider werben, aber wenn man alles vorbereitet hat, kann man Nachrichten und Mails relativ gut verschicken und empfangen. YouTube Videos sind halt eher nicht drin.

Santiago de Cuba

Der Anfang einer kurzen aber ausgezeichneten Freundschaft

Autobahn von Santiago

Bootfahrt am Fluss Toa

Freiluft Disco in Baracoa mot 1-stündiger Show vor Freigabe der Tanzfläche für die Jugend

Strand in Maguana bei Baracoa

Cuba libre – oder Mojito

Unsere Anreise ist zwar im Nachhinein glatt gelaufen, wir haben aber mehrmals den Glauben aufgegeben, noch am gleichen Tag in Havana anzukommen. Wegen Nebel in Amsterdam ist die Maschine in Wien viel zu spät gestartet, weshalb sich der Anschluss nach Panama gar nicht mehr hätte ausgehen können. Der Überseeflug war aber Gott sei Dank auch über 40 Minuten zu spät. Dadurch haben wir ihn nach einem Sprint durch den gesamten Amsterdamer Flughafen sogar noch erwischt. Überraschenderweise war dann in Cuba sogar auch unser Gepäck da. Es hat also auch sein Rennen in Schiphol gewonnen. 🙂

Sabrina hat uns von Flughafen abgeholt, kaum zu erkennen, weil eh schon so braun wie die Kubaner.

Geldwechsel scheint hauptsächlich offiziell möglich zu sein. Das kann man sogar im Self-Service an einem Automaten im Flughafen machen. Da wird der Pass gescannt und dann schiebt man die Euro Scheine hinein. Und mit Geduld und Glück kommen dann Pesos heraus. Bei uns leider nicht. Da hatte die Maschine leider einen Fehler. Die Zuständige für die Wechselmaschine hat den Kasten aufgemacht, mich gefragt wie viel ich rein gegeben habe und mir dann 400 EUR in die Hand gedrückt.

Unser erster Tag bestand dann aus administrativen Erledigung: Auto mieten, Route planen, Wasser kaufen, Geld wechseln.

Zur Route: der erste Ansatz war, dass wir bis Baracoa fahren – dort gibt es gutes Essen. Nach unserer Fahrt zum ersten Stopp in Cienfuegos haben wir diesen Plan verworfen. Erzählungen von Schlaglöcher, die so groß sind, dass sich ein ganzes Auto ausgeht haben sich für mich noch nicht bewahrheitet. Aber 40cm Höhenunterschied sind leider nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Und das durchaus auch auf der “Autobahn”. Mit der hätten die Grünen in Wien ihre Freude: Begegnungszone pur! Hühner, Reiter, Fahrräder, Mopeds. Jedenfalls haben wir für diese erste Strecke ungefähr 1/3 länger gebraucht als das Navi veranschlagt hat. Und mit gemütlichem Tempomat-Fahren wie zu Hause hat es auch nichts gemeinsam. Wir haben also Baracoa auf Grund der Distanz gleich wieder verworfen.

Cienfuegos ist eine ziemlich unverfälscht kubanische Kleinstadt. Großer Prado zum Flanieren und Meerpromenade zum Rum Trinken. Wo bei uns die Bierdosen herum liegen, findet man in Cuba die Rumflaschen. Und möge der Laden noch so klein sein, zumindest ein Regal besteht aus Havana Club 1- bis 3-jährig.

Wegen der Regenzeit konnten wir den Wasserfall (El Nicho) nicht anschauen/beschwimmen. Dafür wäre die Lagune mit Flamingos am Programm gestanden. Also stehen wir um 7 Uhr auf um um 7:45 pünktlich für das erste und einzige Boot dort zu sein. Außer uns waren weit und breit keine anderen Touristen zu sehen, aber leider auch kein Boot – fährt nicht, weil die Lagune zu dreckig ist. Na gut. Dann sind wir eben wie die Streber aus unserem Nachbarland um 8 Uhr schon am Strand zum Liegen Reservieren…

In Trinidad schaffen wir es dann doch im Umland (Topes de Collantes) zu einem Wasserfall zu spazieren.

Die Stadt selbst ist selbst jetzt in der Nebensaison voll mit Touristen. Die Innenstadt wurde wunderschön hergerichtet, weiter außerhalb ist es eher noch das ganz normale Cuba mit teilweise nur halb intakten Fassaden.

Als Tourist wird man hier an jeder Ecke zur Kasse gebeten. Scheinbar ist der Tourismus schon so gut angelaufen, dass sich der Geschäftszweig “Touristenabzocker” schon etablieren konnte. Interessant, wo es in Cuba doch keinen Kapitalismus gibt …

Fahrrad Taxi. Only 1 Dollar

Propaganda statt Werbung. Werbeplakate gibt es nicht

Das Essen ist leider oft mager und geschmacklich ziemlich dürftig.

Altstadt von Trinidad

Wasserfall Salto Velas Grandes bei Topes de Collantes

Persisches Feeling

Schriftzeichen. Obwohl es ein anderes Alphabet und auch Ziffern gibt, kann trotzdem scheinbar jeder auch mit “unseren” Zeichen umgehen. Straßenschilder und Preise sind regelmäßig doppelt ausgezeichnet.

Fremdsprachen. Es gibt vor allem in den Touristenzentren sehr viele Junge, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Und das auch ziemlich gut beherrschen. Für mich ist das dann immer eine Herausforderung auch in Deutsch zu sprechen und nicht wieder ins Englische zurück zu wechseln. In der eigenen Sprache in einem fremden Land zu kommunizieren fühlt sich einfach falsch an.

Lächeln. Wenn sich meine Blicke mit denen von Iranerinnen kreuzen, dann werde ich eigentlich immer angelächelt. Auch von Frauen im Tschador, bei denen ich eher Angst habe, dass ich nicht korrekt gekleidet bin. Aber die Kleidungsvorschriften für Frauen wurde umd wird diesen aufgezwungen. Es mag wohl stark Gläubige geben, aber die Mehrheit der Frauen im Iran empfinden die Verschleierung und das Tragen von schwarzer Kleidung genauso wie ich, wenn ich mit dem Kopftuch kämpfe. Und sie sind auch so mutig, das mir gegenüber auszusprechen. Auch wenn sie die Stimme senken und etwas besorgt auf alle Seiten schauen. Trotzdem gehen sie offen auf uns Ausländer zu und suchen das Gespräch und zeigen ehrliches Interesse und sprechen auch darüber, dass sie sich eine bessere Zukunft wünschen und die Regierung nicht den Willen des Volkes vertritt.

Gastfreundschaft. Sobald Iraner etwas Englisch beherrschen, kommen sie auf uns zu und bieten ihre Hilfe an. Sie tun das aber in einer unglaublich herzlichen Art und Weise und ohne jemals aufdringlich zu sein und ohne jeden Eigennutzen. Unsere Taxifahrer, die kaum mit uns sprechen konnten, haben uns auf Tee eingeladen. Bei Sehenswürdigkeiten zeigen uns die Einheimischen die besonders hübschen Plätze. Eine Dame schenkt mir ein paar Blumen, weil sie gut riechen. Parkbesucher pflücken uns ein paar Maulbeeren, weil wir interessiert schauen. Ein Verkäufer von einem richtigen Geschäft geht mit uns bis zum Straßenstandl und hilft uns eine SIM Karte zu kaufen. Ein Shopbesitzer bucht zwei SIM Karten auf seinen Namen, weil unsere Daten im System nicht akzeptiert werden. Diese Aufzählung könnte ich jetzt noch eom gutes Stück weiterführen. Wir haben in den zwei Wochen nur zwei Personen getroffen, die uns eher genervt und nicht mit der üblichen Herzlichkeit gegenüber getreten sind. Eine Rezeptionistin in einem überlaufenen Backpackerhotel und eine Kellnerin in einem von Touristengruppen überlaufenen Restaurant. Aber auch diese beiden musste schlussendlich lachen 🙂

Farsi. Peinlicherweise haben wir es geschafft nicht einmal die Zahlen ordentlich zu lernen. Dennoch ist es beeindruckend, wie gut man sich auch ohne die Sprache des Gegenübers zu beherrschen verständigen kann. Er im Farsi umd wir in Englisch kamen doch immer auf einen grünen Zweig. Auf die richtige Toilette uu finden war jedoch immer wieder eine Herausforderung. Nicht immer kommt jemand heraus, um restlos sicher zu sein, dass wir richtig stehen.

Ehrlichkeit. Sehr traurig ist eigentlich, dass wir durch bisherige Erfahrungen von Reisen oft erwarten, dass wir nicht ehrlich behandelt werden. Bis jetzt gab es keine einzige Situation bei der sich herausgestellt hat, dass man versucht hat uns zu betrügen. Wir werden immer mit Respekt behandelt und niemand versucht aus uns Profit zu schlagen. Dass wir bei Sehenswürdigkeiten einen höheren Preis bezahlen als Einheimische ist klar ersichtlich und vollkommen nachvollziehbar. Ein Ticket kostet trotzdem selbst für uns nur weniger als 4 EUR.

Straßenverkehr. Was im Iran alles ganz normal ist: als Mopedfahrer Ampeln ignorieren; 120 km/h in einer 40er Zone fahren (wobei der 40er wirklich eine Schikane ist); aus zwei Fahrspuren drei machen; auf der Autobahn picknicken und zurückschieben; rechts überholen und bedingungslose freie Fahrstreifenwahl zu jeder Zeit und überall; Geisterfahrer um eine bauliche Trennung zu umgehen; und generell gilt first come first served. Trotzdem läuft alles wie geschmiert und es wird sehr viel Rücksicht auf andere Teilnehmer genommen. Muss man auch, wenn man bis auf 40 cm bei einem LKW auf der Autobahn auffährt zum Überholen und im normalen Straßenverkehr nur 5cm zu allen Seiten bis zum nächsten Auto bleiben.

Straßenbau. Es werden wahnsinnig viele Straßen gebaut. Neben jeder etwas stärker befahrenen zweispurigen Straße sieht man, dass die Bauarbeiten für die Verbreiterung bereits begonnen wurden. In die Infrastruktur wird unglaublich viel investiert. Aber schon jetzt sind die Straßen in einem sehr guten Zustand.

Ab heute sind wir drei Tage im Alamut Tal unterwegs zum Wandern.

St. Stephanos Kloster an der Grenze zu Aserbaidschan

Teppichbazar in Tabriz

Felsendorf Kandovan

Bunte Berge nördlich von Tabriz

Shiraz

Shiraz hat uns mit einem Regentag empfangen, der ein ziemlich düsteres Bild der eigentlich sympathischen Stadt gezeigt hat. Es hieng für Stunden ein Gewitter über der Stadt, wie ich es nur aus den Bergen kenne.

Wir haben uns kurz vor Mittag doch aus dem Hotel gewagt und in etwas trägem Tempo einen Rundgang mit mehreren Teestopps absolviert. Die Busfahrt am Nachmittag vorher von Isfahan hat sich bis in den späten Abend gezogen. Wir hatten also durchaus eine gute Ausrede.

Von der Stadtfestung mit schiefem Turm und Baderäumlichkeiten

schlendern wir zur Moschee mit untypischen Säulen im Gebetsraum

letztlich zur Moschee und ehemaligem Privatpalast einer wohlhabenden Familie mit idyllischem Garten.

Tag 2 und 3 nutzten wir für Ausflüge ins Umland. Mit hervorragendem Wetter gesegnet war unser Tag in Persepolis und der Nekropolis von Rostam.

Vor dem Abendessen haben wir uns im UNESCO Eram Park noch zu den Portrait Blitzlichtgewittern gesellt.

Während die Mutter von den Rosen schwärmt, hat sich auch der Leo ausgesucht, was er unbedingt im Garten braucht:

Der Abschluss war ein Tag Richtung Firuz Abad mit einem kurzen Aufstieg zu einer ehemaligen Festung und einem ehemaligen Herrscherpalast.

Beim Grab des persischen Dichters Hafez kann man erkennen, was für eine unglaubliche Bedeutung er immer noch für die Bevölkerung hat. An einem normalen Wochentag am Vormittag war dort weit mehr Gedränge als bei irgendeiner anderen Sehenswürdigkeit bisher.

Prunkvolles Isfahan

Zwei Tage füllen wir mit Eindrücken in Isfahan, der Stadt die ich mit der Glanzzeit Persiens verbinde.

Die Wasserversorgung ist in einer Stadt, die eigentlich auch nur von Wüste umgeben ist, erwartungsgemäß schwierig. In Isfahan wird von dem Fluss Zayandeh auch das Wasser für die Versorgung von Yazd umgeleitet. Mit dem Ergebnis, dass sich die meiste Zeit im Jahr nur ein trockenes Flussbett durch die Stadt zieht.

Auf Grund des Feiertags (es ist ja Freitag, also Wochenende) haben wir am Vormittag Moscheen und den großen UNESCO-Stadtplatz gemieden und waren stattdessen in der armenischen Kathedrale. Die wurde von den christlichen Armeniern erbaut, die aus dem Norden Irans hierher übersiedelt wurden um den Palast und die Moscheen für den Schah zu erbauen, weil sie so bekannt für ihr handwerkliches Geschick sind. Die Kirchen sind sehr bunt und über und über mit Fresken überzogen, die aber ausgesprochen blutrünstig sind.

Nach unserem ersten Kaffee seit Teheran haben wir uns am Stadtrand die Moschee mit den schwingenden Minaretten angesehen. Die sind so konstruiert, dass man an dem einen Minarettturm rüttelt, sodass er in Schwingung gerät und über die Resonanz überträgt sich diese dann über das Fundament auf den anderen Turm. Damit die Touristen nicht ständig selbst oben stehen und rütteln gibt es einen professionellen Schüttler 🙂 YouTube liefert den Beweis, wenn man nach Monar Jonban sucht.

Am späten Nachmittag waren wir dann am “schönsten Platz der Welt”, laut einem unserer Reiseführer. Am Feiertag ist hier einiges los und man trifft sich für’s Picknick im Park. Handys sind auch in Iran das Um und Auf. Bisher hatten wir keinen Taxifahrer, der nicht mehrmals telefoniert oder Nachrichten geschrieben hätte.

Auf der Suche nach dem Restaurant für’s Abendessen (Freitags geschlossen wie sich nach 45-minütiger Suche herausstellte) sind wir durch vereinsamte Straßen geschlendert. Nur der harte Kern hält noch offen.

Vor der Weiterreise nach Shiraz stehen am Tag 2 noch die Moscheen am Programm. Der Hauptplatz Naqsh-e Jahan und die daran anschließenden zwei Moscheen Masjed-e Shah und Masjed-e Sheikh Lotfallah, Palast Ali Qapu und Bazaar wurden unter Shah Abbas II errichtet. Die Fertigstellung der großen Moschee hat er nicht mehr erlebt, obwohl er zu Lebzeiten schon darauf gedrängt hat, dass schneller gearbeitet wird und notfalls eben ein bisschen gepfuscht. Glücklicherweise hat sich der Architekt widersetzt.

Nach der Revolution wurde die Scheichmoschee übrigens in Masjed-e Imam umbenannt, wie fast alles. Die Moschee ist völlig verfliest, bis auf das Marmorband das sich als Sockel durch das gesamte Gebäude zieht. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die gelegentlichen Asymmetrien in den Mustern sind übrigens absichtlich eingebaut worden um die Demut vor Allah zu zeigen. Finde den Fehler 🙂

Unser Abschluss war der Palast Chehel Sotun, Farsi für die 40 Säulen. Fun fact ist, dass der Palast gar keine 40 Säulen, sondern nur 20 hat. Die spiegeln sich nur im Wasserbecken davor, dass man dann 40 sehen könnte, wenn das Wasser ruhig wäre … Sparmaßnahmen.

100e km durch die Wüste

Heute Mittag haben sich unsere Wege für fünf Tage getrennt. Roman fährt zurück nach Teheran während der Rest der Herde nun im Luxus-VIP-First-Class Bus nach Isfahan sitzt. Das ist schon fast so ein Komfort wie in den peruanischen Reisebussen aber noch günstiger. Wir reisen jetzt für fünf Stunden über ca. 350 km und zahlen dafür 190.000 Rial. Hier wird alles in Toman angegeben, wobei eine Stelle gestrichen wird, also 19.000 Toman mit einem Wert von ca. 3,80 EUR.

Geldangelegenheiten sind im Allgemeinen sehr mühsam. Es schwanken die Wechselkurse so stark, dass vor ca. 2 Wochen der Geldwechsel verboten wurde und man keine Euros in Rial oder umgekehrt wechseln kann (selbst das schwarze Wechseln auf der Straße dürfte sehr schwierig sein, weil hohe Strafen angesetzt wurden). Wir konnten glücklicherweise über Saede einen großen Betrag wechseln und hatten so keine Schwierigkeiten. Was aber bleibt sind die unglaublich vielen Nullen auf den Geldscheinen. Und hier ist es nicht üblich einen Tausenderpunkt zu setzen oder einen kleinen Tausenderabstand in der Zahl zu schreiben. Erschwerend kommt hinzu, dass zwar alles in Toman angegeben wird, aber die Währung ja immer noch Rial sind. Und um die arme Marion vollends zu verwirren sagt man statt 19000 Toman dann eben 19 Toman (190000 Rial).

Zurück zur Reiseroute: Nach unserem Wüstentag hatten wir wieder ein Taxi, das uns von Farahzad nach Yazd gebracht hat (76 EUR für fünf Stunden Fahrt und zwei Zwischenstopps).

Kharanaq ist ein 1000 Jahre altes Lehmdorf das jetzt eine Geisterstadt ist. Die Gebäude sind teilweise kaum mehr vorhanden, werden aber jetzt teilweise wieder hergerichtet. Leben kann man hier aber nicht.

Dann hatten wir noch einen Stopp bei einer zoroastrischen Pilgerstätte mitten in der Wüste. Mitten im Nirgendwo auf einem Hügel ist es in dieser kargen Landschaft auf einmal grün. Und es gibt offene Unterkünfte für die 100en Pilger einmal im Jahr. Außerhalb dieser Zeit ist es nur leer, verlassen und ein bisschen gespenstisch.

Und dann waren wir endlich in Yazd. Auch eine Wüstenstadt, auch recht heiß auch sehr schön 🙂

Touristenprogramm: Wüste

In einem ausgiebigen Taxi-Tag haben wir die relativ abseits liegenden Sinterterrassen nördlich von Damghan gesehen. Unser Fahrer war selbst scheinbar noch nie dort und Feuer und Flamme auch mit uns die ca. 2 km den Hügel hinauf zu gehen. Leider war unser Farsi und sein Englisch zu schlecht (beides nicht vorhanden) für eine Unterhaltung, was wirklich unglaublich schade war! Es war trotzdem eine lustige Reise mit ihm in Hand und Fuß.

Er hat uns dann zu unserem Tagesziel durch die Wüste Richtung Mesr/Fahrsad geführt. Das sind in etwa 250 km auf einer fast völlig geraden, relativ wenig befahrenen 2-spurigen Straße. Sehr wichtig war es, vorher noch zu tanken. Auf der Strecke tut sich bis auf den gelegentlichen Gegenverkehr und die zwei recht verlassen wirkenden Raststationen eigentlich nur: Wüste.

Wir waren bei schlechtem Wetter unterwegs und sind zwischendurch auch in einen Sandsturm gekommen. Regen wie aus Schaffeln und dazu Sand von der Seite, sodass die Sicht nur bis zu den Scheibenwischern gereicht hat. Das war auch dem Fahrer nicht mehr ao ganz wurscht.

Der Tag danach war dann doch wieder strahlend schön und gar nicht so unerträglich heiß. Wir haben das Touristenprogramm mit Kamelreiten und 4×4 Safari gebucht 🙂 War aber beides leider-geil!

Mein Kamel war wahnsinnig lustig – an jedem Strauch, an dem wir vorbei gegangen sind hat es einen kräftigen Biss genommen 🙂

Und bei der 4×4 Safari hat sichs der Fahrer so gegeben, dass die Mama immer noch grün ist. Herrliche Szenen in dem Dünen!

Golestan Palace und dann Semnan

An unserem Teheran-Vormittag waren wir im Prunkstück, dem Golestan Palast. Schönbrunn, aber eben anders.

Vor allem mit vielen Spiegeln und Glitzer, die aber leider von LED Lampen statt der Sonne zum Funkeln gebracht wurden.

In Semnan hat uns eine unglaublich hilfsbereite, fröhliche und bildhübsche lokale Touristenführerin durch die Stadt geführt und an einem halben Nachmittag Bazar, Stadthäuser, Moscheen und das alte Hamadam gezeigt.

Nach ausgiebigem iranischen Abendessen haben wir etwas außerhalb bei einer Familie im Gästehaus übernachtet. Traditionell am Boden

۱ Abend und ۱ Nacht

Schlichter Schick mit viel Bling – unser Hotel war ein Glücksgriff

Obwohl Teheran sehr sauber ist, fängt der Wind den Müll aus den Ecken.

Auf unserem Heimweg zum Hotel nach dem ersten Kabab waren wir schon recht allein auf der Straße, aber unser Samstag ist ja auch ein Montag hier.

Uns geht’s gut, Flug war super, Essen toll und keine Probleme bisher

Tambopata Reservat im Amazonasbecken

Wir haben die Luxusdschungeltour gebucht. Vier Tage, drei Nächte im Refugio Amazonas all inclusive.
Luis war unser Guide und hat uns vom Flughafen in Puerto Maldonado abgeholt. Seine Eltern sind wegen des Goldrausches nach Puerto Maldonado gekommen, er ist hier geboren. Am Río Díos de Madre und am Río Tambopata wird immer noch nach Gold gesucht – und auch gefunden. Leider funktioniert das hier noch mit Quecksilber das sich an das Gold bindet und später verdampft wird um das Gold zu separieren. Also für alle Beteiligten unglaublich schädlich: die Goldsucher, die das Quecksilber einatmen; die Umwelt, die dauerhaft verseucht wird; den Staat Perú, der unter der Schwarzarbeit und den illegalen Goldsuchern leidet.
Wir waren nicht wegen dem Gold, sondern wegen der Urwaldfauna da. Von den vielen Lodges die es entlang des Flußes gibt haben wir uns für die am weitesten von der Stadt entfernte und noch leistbare entschieden (und am Tag vor dem Jungle Trail gebucht). Unsere Befürchtung, dass wir wie angekündigt in einer 10er Gruppe sein werden hat sich nicht bewahrheitet – unsere kleine, feine Gruppe bestand aus einem englischen Pärchen um die 25 und uns beiden (Sabrina wollte doch glatt lieder in einer Bar in Cuszco arbeiten ;-)). Und da Rosie und Tim schon einen Tag früher nach Lima mussten, hat Luis uns am Tag 3 eine Privattour gegönnt.
Schon die Anreise von Puerto Maldonado zur Lodge gibt ein richtiges Urwald Feeling. Insgesamt dauert es gute drei Stunden bis man im Refugio ankommt, zwei davon im Boot.

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Fahrt_zum_refugio_amazonas

Am Weg haben wir einen Kaiman beim Sonnen gestört.

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Kaiman

Nach einem reichhaltigen Abendessen startet das Urwaldprogramm bei absoluter Dunkelheit mit der “Kaimansuche”. Zurück im Boot fahren wir ohne Licht den Río Tambopata noch weiter nach Westen und Luis leuchtet in Sekundenschnelle die beiden Flußufer ab. Zielsicher findet er aus vielen Metern Entfernung und bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 30 km/h was hier so kreucht und fleucht und leitet den Kapitän zu Nachtvögeln und Kaimanen. Für mich waren die Tiere erst dann sichtbar, wie wir schon fast 50 cm entfernt geparkt hatten und sie mit Flutlicht bestrahlt wurden.

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Kaiman_bei_Nacht

Wieder bei Dunkelheit sind wir am Tag 2 zum Chuncho Claylick ins Boot gestiegen. Damit man mit den Vögeln ankommt muss man vom Refugio schon um 4 aufbrechen. Wieder kann ich den Kapitän nur bewundern, wie er im Dunkeln über den Fluß navigiert.

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Tambopata

Erst bei Tageslicht hat er dann doch mit der geringen Tiefe vom Tambopata Probleme und wir schaffen es nicht ganz ohne Verluste durch die allgegenwärtigen Baumstämme. Aber nachdem wir mit der Breitseite mit dem versunkenen Baum (Wurzelstock voraus) kollidiert sind lacht er. Luis schüttelt nur den Kopf und putzt sich die Splitter von der Jacke, das kommt regelmäßig vor. Unser Boot ist aus Glasfaser, unkaputtbar (bis auf das Geländer)!

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Boot_gegen_baumstamm

Zum Claylick kommen Papageien und Macaws (Aras) um wertvolle Salze aufzunehmen um die toxischen unreifen Früchte verdauen zu können. Sie müssen also zu einem dieser Plätze kommen, und der Chuncho Claylick ist einer der größten, der auch von Aras heimgesucht wird. Die Papageien haben wir nicht mehr an den Felsen gesehen, nur die Schulgruppe eineer anderen Lodge, die auch am Claylick auf Fotosafari war.

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Papageien_chuncho_claylick

Zurück am Boot hatten wir ausreichend Zeit für das mitgebrachte Frühstück während wir auf die Ankunft der Aras warteten, die oft bis zu 100 km zurücklegen bis sie beim Claylick sind. Von Luis bekommen wir einen Crashkurs mit allen wesentlichen Infos zu den wichtigsten Tieren der Gegend. Er dürfte alles wissen. Es gab keine Frage für deren Antwort er auch nur gezögert hätte.
Alle anderen Touristen sind in der Zwischenzeit wieder weitergefahren – wir hatten den gesamten Aussichtspunkt für uns allein (und die Mosquitos). Die Macaws haben auf sich warten lassen und sich dann geziert. Das sind unglaublich scheue Tiere, die zuerst die Gegend auf mögliche Gefahren sondieren, bevor sie auf die Felsen zum Fressen fliegen. Gerade wie wir aufbrechen wollten haben sie sich doch herabgelassen.

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Ara_paerchen

Aras bleiben bei den Eltern bis sie ihren Partner fürs Leben gefunden haben, und das sind immerhin bis zu 80 Jahre.

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Aras

Am Nachmittag führt uns unser Weg nur 45 Minuten von der Lodge in den Urwald zu einer Besonderheit, die auch Luis’ Augen leuchten lassen. Ein Harpyie (Adler) Paar nestet hier und hat ein ca. 2-monatiges Jungtier. Die Eltern füttern das Junge fast täglich mit Affen damit es bei der Wachstumsgeschwindigkeit bei Kräften bleibt.

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Harpyiejunges

Nur das bereits sehr große Jungtier ist im Nest, also warten wir auf Mutter und/oder Vater, die mit Futter zurück kommen sollten.

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Warten_auf_harpyie

Leider vergeblich. Bis zur Dunkelheit kommt keiner der beiden großen Vögel zurück zum Nest.
Am Tag 3 verlassen uns die Engländer und Luis startet unseren Tag etwas später (Frühstück um 6.15) mit dem Weg zum “Oxbow Lake” (Altarm vom Fluß, durch die Sedimentablagerungen vom Fluß abgetrennt). Mit viel Glück bekommt man hier einen der Riesenotter zu Gesicht. Uns hat sich leider keiner gezeigt. Dafür gab es viel anderes Leben und Luis hat uns wieder mit massenhaft Informationen versorgt.

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Oxbow_lake

Für den Nachmittag haben wir den Besuch bei einer lokalen Farm eingetauscht gegen einen nochmaligen Marsch zum Adlernest. Diesmal konnten wir sowohl Mama- als auch Papa-Adler sehen. Außerdem haben sich Pecuñas (Wildschweine) Dreck gewühlt.
Eine Gruppe von Brüllaffen tummelt sich nur wenige Meter vom Nest der Adler entfernt. Hapyies sind die stärksten Greifvögel und ernähren sich von Faultieren und Affen. Normalerweise gehören auch Brüllaffen zur Mahlzeit, nur wenn die Adler Junge haben brauchen sich diese nicht zu fürchten. Warum das so ist, ist scheinbar noch ein großes Rätsel. Die Brüllaffen dürften das jedenfalls schon mitbekommen haben.

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Bruellaffe

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Harpyie_mit_jungem

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Harpyie

Der Weg zur Lodge war schon etwas matschig. Und trotz einer zentimeterdicken Schicht No-Bite haben die Gelsen uns ausgesaugt.

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Dschungel

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Zikadentürme

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Refugio_Amazonas

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Superior_room_refugio_amazonas

Jungle Trail to Machu Picchu

Viele Wege führen nach Rom, und wahrscheinlich genauso viele nach Machu Picchu. Fest steht eigentlich nur, dass die letzten Kilometer von Santa Teresa nach Aguas Calientes (oder auch Machu Picchu Pueblo Dorf genannt) nicht mit einer Straße verbunden sind, sondern nur über die Schienen zurückgelegt werden können. Das macht man entweder im Zug sitzend, oder zu Fuß auf und neben den Gleisen gehend.
Da der Originale Inkatrail für Monate ausgebucht ist (weil ausschließlich mit Guide und zahlenmäßig beschränkt) und die anderen Treks zeitmäßig nicht mit unserem Urlaub korrespondiert hätten, ist uns die Inka Jungle Trail Variante geblieben.
Tag 1 – Mountainbike
Start ist in Cuszco in einem überfüllten Minibus mit dem wir mit einem Touristenstopp am Weg bis 60 km vor Santa Maria gebracht werden. Insgesamt waren das drei große Touren die da gemeinsam starten. Also klassisches Touristen abschaaseln.
Die Straße führt über einen Pass über 4000 Höhenmeter. Je weiter sich die Serpentinen nach oben winden, desto nebliger und kälter wird es. Und dann kurz nach dem Pass werden wir auf einem Betonplatz ausgeladen, ziehen bei Regen und Nebel unser Mountainbike-Equipment an und werden auf Rädern, die mal Mountainbikes waren, auf der Hauptstraße den Hügel hinunter losgelassen.

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Mountainbike_jungle_trail

Relativ unspektakulär, dafür umso ungemütlicher und an einigen Stellen auch gefährlich. So haben wir uns halt 50 km den Berg runter rollen lassen und gehofft, dass es auf 1500 Metern a) trocken und b) warm ist. Beides hat dann zugetroffen.
Mittag- und Abendessen waren dann nur zwei Stunden auseinander und beide nicht reichhaltig.
Tag 2 – Inka Trail
Nach einem ebenso mageren Frühstück sind wir dann früh am nächsten Morgen mit unserem kleinen Rucksack losspaziert. Eddi hat regelmäßige Stopps eingelegt um uns im Inkastyle im Gesicht zu bemalen, etwas zum Inkabrauchtum zu erklären, Cocaplantagen zu zeigen, Kaffeeplantagen zu zeigen etc. In insgesamt 5,5 Stunden Nettogehzeit waren das ca. 20 km und etwa 850 Meter Anstieg.
Der spannendste Teil war jedenfalls das Cable Car über den Fluß. Laut Inschrift wurde das Ding 2014 fertig gestellt – sah aber ehrlicherweise mehr nach 1994 aus. Das Wagerl ähnelt einem Lastenaufzug, der an einem Stahlseil hängt. In das wackelige Ding setzt man sich zu zweit rein und hofft, dass der Peruaner am anderen Ende der Schlucht nicht die Motivation verliert für 10 Soles (unter 3 Euro) am Seil zu ziehen. Sowohl horizontal als auch vertikal sind es ca. 50 bis 70 Meter ans andere Ende – Land bzw. Wasser.

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Cable_car

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Cable_car_vertikal

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Cable_car_horizontal

Belohnung am Ende der Tages sind die heißen Thermalquellen kurz vor Santa Teresa, die paradiesisch neben dem Fluß an den Felsen gelegen sind. Nach zwei Tagen auch sehr notwenig, diese Ganzkörperreinigung 🙂

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Thermales_santa_teresa

Tag 3 – Aguas Calientes/Machu Picchu Pueblo
Nur ein paar Stunden geht man am Wasser entlang eigentlich schon um Machu Picchu herum, um in Aguas Calientes sein Zimmer zu beziehen für den frühen Aufbruch am nächsten Tag. Nach nur einer halben Stunde hat man die Schienen erreicht auf denen der Zug im Tal entlang fährt. Auf und neben denen bewegt man sich immer eben zwischen den Bergen weiter. Allein ist man auch hier nicht unterwegs. Ein stetiger Strom an Touristen läuft in beide Richtungen: die, die die Inkastadt schon genossen haben und sich das Zugticket sparen wollen (ca. 50 USD pro Richtung), und jene, die die 2500 Stufen zum UNESCO Kulturerbe noch vor sich haben.

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Train_trek_machu_picchu

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Touristenzug

Tag 4 – Machu Picchu
Um 4:30 Uhr startet man in Aguas Calientes um gleich da zu sein, wenn der Check Point bei der Brücke im Tal um 5 Uhr aufmacht, um dann die tausenden Stufen den Berg zu taumeln (dunkel und müde) damit man mit der ersten Menschenmenge um 6 Uhr in die Stadt gelassen wird. Bei klarem Himmel sicher die Qualen wert. Bei Nebel ohne Sonnenaufgang leider gar nicht so lohnend. Hätte man sich auch ruhig Zeit lassen können.
Wenn man sich den Berg endlich mal hinaufgeschleppt hat, ist Machu Picchu eine großartige Sache. Die Inkas haben sich da schon eine geile Lage ausgesucht. Sehr viel von der Stadt ist noch erhalten – da die damaligen Einwohner aber keine Schrift hatten weiß man nur sehr wenig zu den freigelegten Bauten und der Kultur. Beschränkt sich fast alles auf Vermutungen und die gehen teilweise in sehr unterschiedliche Richtungen. Was feststeht ist, dass die Inkas ein sehr fleißiges Volk waren – wer faul war, wurde rausgeworfen und musste alleine sehen wo er bleibt.

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Machu_picchu

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Eddi_expaining_inka_house

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Machu_picchu_bei_nebel

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Arequipa und seine Vulkane

Nach schneller Dusche im nebligen Cabanaconde haben wir uns wieder in den Bus gekuschelt um über Chivay nach Arequipa zu kommen. Gerochen hat’s nicht so toll, komfortabel ist was anderes, aber dafür hat sich eine Bildungslücke geschlossen: Ben-Hur hat es auf den 13″ Röhrenfernsehern gespielt, Wegschauen war möglich, aber Weghören ein Ding der Unmöglichkeit.
Arequipa ist die zweitgrößte Stadt Perus, hat aber nur ca. 2 Mio Einwohner (Lima über 13 Mio). Einen Ruhetag haben wir zum Organisieren von weiteren Aktivitäten und Wäsche waschen eingelegt (und um mit Internetangelegenheiten aufzuholen). Leo und ich waren dann motiviert genug um uns am Chachani Vulkan zu versuchen. Ein 6.000er nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt, den man sogar vom Hostelzimmer aus gesehen hat – am Vormittag während des kurzen sonnigen Fensters.
Kann man sagen, dass wir recht grandios versagt haben. Sind am ersten Tag zum Camping aufgestiegen (was nicht weit war, nur hoch 5200 Meter), dort eine halbe Nacht im Zelt gelegen – weil schlafen ist nicht mehr auf dieser Höhe 😉 – und dann um 1.30 in der Nacht endlich wieder aus dem 2-Mann-Zelt geschält, in dem wir zu dritt geschlafen haben (schon wieder).
Der Aufstieg war bei knapp unter Null Grad mit Nebel und Schneegestöber – soweit man das bei der Dunkelheit gesehen hat 😉
Bis 5700 Meter sind wir gekommen bevor unsere Beine uns einfach keinen Zentimeter mehr hinauf tragen wollten. Rolando, unser Guide, hat uns erst ignoriert und dann einfach gemeint, wir sollen halt grad den Berg runter gehen bis zum Camp. Was in der Theorie ja recht logisch klingt, aber bei vollkommener Dunkelheit mit nach 10 Minuten zugeschneiten Fussspuren doch eine gewisse Herausforderung war. Mit GPS und viel mulmigem Gefühl haben wir dann doch das Zelt gefunden – da sind gerade rechtzeitig ein paar Schemen zu erkennen gewesen.
Das Zelt war übrigens schon sehr gut zugeschneit.
Der Rumäne ist mit dem guide noch weiter rauf gegangen, ist aber scheinbar recht knapp unterhalb des Gipfels auch umgedreht. Die Spitze war auch leider den ganzen Tag vom Nebel verhangen, nur unten war es dann ein schöner,  fast klarer Tag mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Vulkane. Auch wenn wir beim Aufstieg versagt haben, die Aussicht unten war es auch achon wert. 🙂 (Sagt sich das jeder um sein Gewissen zu beruhigen?)

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Chachani_aufstieg

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Zelt_bei_erstem_tageslicht

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Panorama_chachani_camp

Cañón del Colca

Einer der tiefsten Canyons der Welt – und wir sind runter und rauf spaziert. Gott sei Dank war es eigentlich immer neblig. So sieht man nicht wir steil es runter geht 😉
Jede Gruppe von Touristen nimmt einen eigenen Hund mit. Die Straßenhunde sind sehr anhänglich und hoffen wohl auf ein gutes Happi nach den drei Tagen wandern. Außerdem dürfte der Auslauf scheinbar Spaß machen 🙂
Leo hat sich in unseren Pancho verliebt und ihn auch mit Alpaca und Hendlhaxn belohnt unmittelbar nach Ankunft in Cabanaconde.
Der Canyon ist sehr cool! Tief und artenreich. Es war ein richtiges Paradies da unten. So einen Garten will ich auch haben: Papaya, Mango, Avocado, Banane, Feige …

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Cabanaconde

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Leo_mit_pancho

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Colca_canyon

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Weg_nach_san_juan

Titicaca und Copacabana

Mit dem Bus durch La Paz raus aufs Land. Die Landschaft ist ein Wahnsinn. Da ist man schon auf knappen 4000 Metern und trotzdem geht es rechts und links noch unglaublich weit rauf.
Die Geburtsstätte der Inca auf der Isla del Sol war etwas mit Stress verbunden da wir das Booterl zurück nach Copacabana erreichen mussten, hat uns aber tolle Ausblicke über den See beschert und obendrein auch einen Sonnenbrand der sich auch fast eine Woche später noch schält 😉

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Alto_plano

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Isla_del_sol

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Hungriger_leo

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Horca_del_inca

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Bolivien_peru

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Schwimmende_inseln

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Aufbau_einer_schwimmenden_insel

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Sonnenuntergang_schwimmende_insel

La Paz

Leo istgut angekommen! Wir haben uns unheimlich gefürchtet, aber es war dann nicht so schlimm 🙂 Die Stadt La Paz … nicht der Leo! 😉
Wir wurden nicht bedroht, ermordet und nicht mal bestohlen.
Die Stadt ist nicht unbedingt als Juwel zu bezeichnen aber für zwei Tage lässt es sich aushalten. Wir sind auf den Hügel nach El Alto gefahren … mit einer quasi nagelneuen Gondel von Doppelmayr.
Essen war geil!

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La_paz

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El_alto_markt

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Doppelmayr

Wüstentour San Pedro nach Uyuni -Tag 3

Am Vorabend unseres großen Salar-Tages hat uns Hector sichtlich schweren Herzens gefragt, ob wir den Sonnenaufgang in der Salzwüste sehen wollen. Lieber hätte er, glaube ich zwei Stunden länger geschlafen. So musste der Arme unser Frühstück schon vorbereiten um es uns in der Wüste kredenzen zu können, statt das angenehmen Küchenequipment vom Hostel del Sal nutzen zu können.
Bei Dunkelheit starten wir nach einem obligatorischen aber rein rethorischen “¿Hemos olvidado algo?” los.
Die Fahrt ist etwas gespenstisch. Man sieht die Umgebung nur sehr schemenhaft und Hector fährt einmal ein Stück zurück um die richtige Abfahrt von der Hauptschotterpiste auf die kleine Minischotterpiste zu nehmen.
Der restliche Tag war unglaublich. Sonnenaufgang über der Wüste, Frühstück im Salz, Mittagessen im Salzhotel …

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Salar_de_uyuni_einfahrt

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Sonnenaufgang_salar

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Salar_uyuni

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Uyuni_salar

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Salar_de_uyuni

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Hotel_del_sal_flaggen

Soweit man sieht ist alles nur weiß. Irgendwie skurril, weil man meint es müsste Schnee sein, aber alles ist so hell und heiß. Und man versinkt nicht im Pulverschnee, sondern landet hart auf der festen Salzkruste. An manchen Stellen gibt es Löcher in der Salzdecke aus denen geysiermäßig herausblubbert. Die Salzdecke ist bis zu viele Meter dick.
Uyuni ist keine Schönheit und lädt nicht zum Verweilen ein. Wir mussten fünf Stunden dort tot schlagen, was gar nicht so einfach ist. Die Stadt besteht aus zwei Straßen in denen sich was tut, und in einer davon reiht sich eine Pizzaria an die nächste. Den Touristenbus nach La Paz haben wir dann stinkend und recht fertig bestiegen, in der Hoffnung am folgenden Morgen noch alle sieben Sachen mit ins Hostel nehmen zu können und nicht um einige Stücke erleichtert worden zu sein. War alles gut.

Wüstentour San Pedro nach Uyuni – Tag 1

Erster Tag von unserem Dreitagestrip startet um 07.30 vor unserem Hostel. Wir sind mit zwei Mädels aus Frankreich und zwei Chileños unterwegs. Der Jeep ist also gut gefüllt und wir kommen sogar dazu Spanisch zu sprechen. Überraschenderweise ist das Einzige nicht englischsprachige das Pärchen aus Chile. Aber wir handteln uns mit Spanisch ganz gut durch – Sabrina natürlich sehr gut.

Grenzformalitäten sind ganz chilenisch und brauchen für einen Blick und einen Stempel 1,5 Stunden.

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Ausreise_chile

Auf der bolivianischen Seite eine Stunde später geht alles ruck-zuck, obwohl die Schlage gleich lang ist.

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Einreise_bolivien

Der Weg dorthin haben wir noch in einem Minibus auf einer asphaltierten Straße zurückgelegt. Ab Bolivien geht es dann im 4×4 Nissan weiter.

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Bolivien

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El_desierto_tour

Unten (2450 Meter) war alles Wüste aber ab 3600 Metern gedeiht es plötzlich doch wieder Grün. Der Bus schleicht dahin und man fragt sich was da los ist. Aber es reicht sich einmal unzudrehen um das komplette Tal unter uns liegen zu sehen. Wir haben in der Stunde fast 2000 Höhenmeter zurückgelegt.
Oben angekommen erledigt man als Gruppe die Pass-Stempel-Geschichte und dann wird vom Fahrer das Frühstück aufgedeckt: Brot, Marmelade, Dulce de Leche, Käse, Schinken, Butter, Tee, Kaffee und Milch. Also echt ok.
Als Antwort auf die Frage was als nächstes am Programm steht liegt man meistens richtig, wenn man Laguna sagt 😉
Laguna Blanca, Laguna Verde, Laguna Caliente, Geysiere, Laguna Colorada. Das waren unsere Stopps heute.

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Laguna_Blanca

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Prolo_Brille_Laguna_Blanca

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Jeep_Laguna_Blanca

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Dali_Steine

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Wüstenfarben

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Geysiere

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Laguna_colorada_Flamingos

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Laguna_Colorada

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Panorama_Laguna_Colorada

Viel faszinierender habe ich aber eigentlich die Fahrten zwischen den Fotostops gefunden. Der Weg durch die Wüste die doch immer ihr Aussehen ändert. Vorbei an rot, schwarz, weiß gefärbten Vulkankegeln und scheinbar ohne Leben. Trotzdem sind immer wieder Vikunjas (bolivianische Lamas) zu sehen gewesen. Was genau die da zu fressen finden ist allen Beteiligten ein Rätsel.
Hector, unser Chauffeur und Guide, ist ein ausgesprochen guter Fahrer und auch bereit Antworten auf unsere Fragen zu finden.

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Hector_el_desierto

Besonders wichtig scheinen ihm die Flamingos zu sein – davon gibt es hier drei unterschiedliche Arten. 🙂
Wir schlafen auf 4200 Metern und haben unter Tags auch schon die 4700 Meter immer wieder gespürt. Hector tischt also Cocablätter auf. Die sollen gegen die Höhenkrankheit helfen. Bin nicht so sicher ob es wirklich die Blätter waren, oder die unzähligen Liter Wasser 🙂
Untergebracht sind wir in sehr spartanischen Hütten. Hier gibt es ein Dorf, das nur für die Salar de Uyuni Touren existiert. Jede Familie hat eine flache Hütte mit ca. 10 Zimmern in denen die Jeeps untergebracht werden. Dekoration gibt es keine, Elektrizität nur für die absolut notwendige Beleuchtung nach dem Abendessen und fließendes Wasser kommt aus dem 5-Liter-Kanister den jeder für sich auf die Tour mitnehmen muss.

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Hostal

Rush to La Paz

Wir haben zwar einen Masterplan zurecht gelegt gehabt, aber so ganz wollte es dann nicht funktionieren.
Um nicht in einem durch nach San Pedro de Atacama fahren zu müssen und noch ein bisschen was von Chile zu sehen, haben Vero und Roman La Serena als Zwischenstopp vorgeschlagen.
La Serena
Als Strandort und zum Sterne beobachten bekannt ist La Serena als Stadt sogar netter als erwartet. Der Stadtkern erinnert stark an den Süden Mexikos mit hellen eingeschossigen Kolonialbauten, dem obligatorischem Platz mit Kirche im Zentrum und den kopfsteinpflaster Straßen.

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La_serena_zentrum

Die Strandoption haben wir gleich genutzt und uns das Hostel Beach statt Centro gebucht 🙂 Leider ist halt die Jahreszeit nicht mehr so sehr fürs Strandliegen geeignet.

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Surf_la_serena

Nach längerem Hin und Her war die Weiterfahrt dann doch geregelt und der Nachtbus hat uns am selben Abend über Antofagasta nach Calama gebracht. War schon ein bisschen verzweifelt, da die direkte Verbindung erst zwei Tage später verfügbar gewesen wäre. So sind wir in der Wüstenstadt Calama umgestiegen. Sobald man die unmittelbare Nähe der Küste verlässt und ins Landesinnere fährt, könnte man sich auch gut vorstellen am Mond zu fahren. Die Straße geht kontinuierlich aufwärts und rechts und links gibt es nur Steine in allen erdenklichen Größen.

San Pedro de Atacama
Nur drei Stunden von Calama liegt das Touristendorf. Relativ fertig von a) dem Nachtbus, b) der Hitze und c) der Höhe (von Meeresniveau auf 2450) sind wir zum Hostel gewandert.
Am Weg sind uns ernsthaft Freunde aus Klosterneuburg entgegen gekommen! Wo, wenn nicht in dieser Touristenmetropole mit nur knapp 2.000 Seelen. 🙂

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Atacamawüste

Den restlichen Tag haben wir mit Tour buchen und Proviant organisieren verbracht.
Für richtig gutes Mittagessen waren wir außerhalb des Dorfkerns bei den kleinen Essensstandln, die von Gringos wenig frequentiert werden. Kostenpunkt 10 EUR für Suppe, zweimal Hauptspeise mit Fleisch und zwei Liter Wasser.

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Mittagessen

Ausklingen haben wir diesen unglaublich heißen Tag dann am Dorfplatz in der klosterneuburger Runde mit Bier, Sandwich und jeder Menge streunender Hunde, die nicht glauben konnten, dass sie von uns nichts zu fressen bekommen.

Santiago die Große

Mit 1a Wegbeschreibung haben wir zur Wohnung gefunden und zwar in europäischer Zeit – nicht chilenischer.
Zum Mittagessen wurden wir mit selbst gekochtem Gulasch empfangen. Zwei verzweifelte Planungsstunden später haben Sabrina und ich ungefähr eine Ahnung wie wir in kürzester Zeit am sinnvollsten von Santiago nach La Paz kommen. Das dabei nicht alles Platz findet was wir gerne sehen würden ist uns nach einiger Zeit dann auch klar geworden.   Mit einheimischer Führung sind wir dann durch die Stadt gewandert. Roman dürfte sich schon sehr an die hiesigen Bedingung gewöhnt haben. Zumindest die Temperaturen nimmt er schon nicht mehr so auf wie wir – heiß wars!
Das Zentrum von Santiago könnte man in jede x-beliebige Stadt in Europa einsetzen und es würde keinem auffallen. Außer dass alles ein bisschen langsamer funtkioniert. Und man nur selten in einem Restaurant das bekommt was man bestellt hat – es aber trotzdem immer des Fehler des Kunden ist. Das ist jetzt aber eher ein allgemeines Chile-Spezifikum 😉
Schön wars für zwei Tage ein Zuhause zu haben!!

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Family_reunion

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Loving_santiago

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Verena_am_fischmarkt

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Kasperletheater_im_park

Farben von Valparaíso

Also kalt und windig ist etwas, das uns dazu bewegt uns weiter zu bewegen 🙂
Valparaíso war warm und sonnig. Zumindest bei unserer Ankunft 😉
Das Hostel war total nett, hatte aber kein Frühstück. Gab uns die Möglichkeit palta (Avocado) schon gleich nach dem Aufstehen zu essen! Hervorragend!
Valparaíso ist extrem spannend – vor allem wenn man direkt aus dem Nirgendwo kommt. Viele Leute, viel Farbe und viele Häuser. Alle 42 Hügel haben wir uns nicht zu Gemüte geführt, aber den einen oder anderen sind wir schon rausgegangen/gefahren. Es gibt Standseilbahnen (hauptsächlich für den Touristengebrauch glaub ich) die für 0,50 € die Mühen übernehmen. Genau hinschauen darf man aber glaub ich nicht. Teilweise sind die Gebilde recht wackelig.
Jedenfalls war unsere erste Frage an den Vermieter gleich nach einem guten Restaurant. Da gibt es ein typisches Gericht in Valparaíso, das im Grunde unserem Gröstl gleicht. Nur anders angerichtet. Also unterste Schicht Pommes Frites, dann Zwiebel mit Ei und ganz oben drüber dann gewürfeltes Schweinefleisch. Da gibt es ein Restaurant, in dem bekommt man kein anderes Gericht. Man sagt einfach für wie viele Personen und dann wird der Teller mit größerem oder kleinerem Gupf gebracht 🙂
Einen Nachmittag und einen Tag haben wir genutzt um durch die Stadt zu spazieren und die Gässchen und Graffiti zu genießen. Auf einem der Hügel hat sich Pablo Naruda ein Haus gekauft und mit allem möglichen und unmöglichen dekoriert. Er muss schon ein ziemlich schräger Vogel gewesen sein. Aber mit einer Wahnsinnsaussicht.
Zweites Abendessen in Valparaíso war als Pflichtprogramm ein Seafood Restaurant, in dem wie uns an die Empfehlung des Kellners gehalten haben und einmal gegrillten Congrio bestellt haben – auch die Verena. Oft ist es halt besser nicht zu viel zu wissen. Die Bilder die uns Dr. Google dann zu Congrio gezeigt hat haben jedenfalls erklärt warum der Fisch so gummimäßig und halb roh gewirkt hat. Verena beutelt es immer noch wenn sie den Namen hört 🙂 Ist jedenfalls auch nicht all zu sehr nach meinen Geschmack. Leider wird in Chile nicht gewürzt, wenn man von den Ketchup- und Mayonnaise-Flaschen absieht, die am Tisch stehen.
Sabis gestütztes iPhone wurde zur Flat Rate von 40,000 Pesos repariert und funktioniert wieder wie vorher.

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J.cruz_restaurant

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Chorrillana

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Valparaíso_at_night

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Busstopp_valparaiso

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Pablo_neruda

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La_sebastiana

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Bus_612_valparaiso

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Valparaiso

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Graffiti_valparaiso

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Valparaiso_graffiti

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Colourful_valparaiso

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Schaufenster_katze

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Unterwaesche_in_valparaiso

Surfin’ in Pichilemu

Der Nachtbus von Puerto Varas hat uns am Weg in den Norden in San Fernando aussteigen lassen, damit wir einen Lokalbus an den Strand nehmen können. Das sieht dann so aus, dass man um 07.30 geweckt wird und bei Sonnenaufgang auf der Autobahn am Pannenstreifen vor die Tür gesetzt wird 🙂
Von dort haben wir unseren Weg in die Stadt gesucht und wurden vom Collectivo bei einer Haltestelle abgesetzt, wo der Pichilemubus vorbei fährt. Nur 20 Min später (und ein, zwei verärgerte Busfahrer später) sitzen wir im richtigen Bus. Von der Landschaft haben wir dann alle nicht viel mitbekommen … die Fähigkeit im Bus schlafen zu können eignet man sich sehr schnell an.
In Pichilemu hat uns wieder eine Familie empfangen. Ist irgendwie eine schräge Geschichte wenn man in einem Hostel wohnt, das das Zuhause einer fünfköpfigen Familie ist. War sehr heimelig und die Mama war unglaublich bemüht/besorgt/gestresst.
Der Ausflug auf den Strand war nicht so wie erhofft. Sehr windig, viel zu kalt für Sonne, Strand und Meer und verlassen. Die Infrastruktur für Cafés und Markt und Surfschulen ist zwar da, einzig die Besucher fehlen, weshalb wohl die Standln dann nicht aufmachen. Wollten wir die Seele mit einem guten Essen versöhnen, haben dann aber das schlechteste Seefood und Steak dieser Reise vorgesetzt bekommen. Das hat also auch nicht geholfen.
Ich war nicht hart genug für das geschätzt 15°C kalte Wasser und Sabrina hatte Kopfweh – daher auch keine Surfversuche.
Insgesamt hat uns das Dorf also nicht überzeugt. Bus für 11.00 am nächsten Vormittag gebucht. 🙂

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Pichilemu_stand

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Pichilemu_surf

Weil der Busterminal am anderen Ende des Dorfes wäre und wir nicht mit den Rucksäcken (nicht zu unterschätzendes Gewicht!!) eine Fitnesseinheit anreißen wollten haben wir uns den Centro Stopp zeigen lassen. Völlig begeistert, dass wir wirklich am richtigen Ort gewartet haben, sind wir in den ersten Bus gesprungen, der Santiago oben stehen hatte. Kann ja wohl um 11.15 nur einer aus diesem Kaff wegfahren … fail. Der Konduktor hat uns ziemlich ausgelacht, weil wir ihm das Ticket vom falschen Busunternehmen unter die Nase gehalten haben. Hat er uns liebenswerterweise 20 min später aussteigen lassen, damit wir in den nachfolgenden richtigen Bus umsteigen können.

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Bushaltestelle_im_nirgendwo

Getting to Puerto Varas and away

Nach einer etwas ungemütlichen Nacht am Flughafen in Punto Arenas (wir und ein Flugzeug voller Backpacker, die die restlichen Bänke und Ecken der Wartehalle bevölkert haben) hatten wir den schrecklichsten Flug an den ich mich erinnern kann. Man kann sich vorstellen, dass nach vier Stunden dösen auf kaltem Boden/Bänken ein Flug sehr gut zum Schlafdefizit reduzieren beitragen könnte. Wäre da nicht schon wieder eine Familie mit völlig unkontrollierbaren Kindern gewesen. Reicht nicht, dass die Kindern genau hinter uns brüllen und sich aufführen wie kleine Teufel, sie können dann auch nicht bei sich behalten was sie wie wahnsinnig von dem Flugzeugessen in sich hineingestopft haben. Und das mehrmals. Die Sitze konnte man nicht neigen und für die Beine gab es großzügige 30 cm.
In Puerto Montt vom Flughafen zum Busterminal, dann mit dem Collectivo nach Puerto Varas – alles bei Nieselregen und schwarzem Himmel. Entsprechend gedämpft war die Stimmung und die Motivation für große Touren konnten wir nach dem Check-In im Hostel schon gar nicht finden. Die Unterkunft war verhältnismäßig sehr nett, sauber und warm. Besitzerin war eine ausgewanderte Schwedin, die fünf Jahre in Deutschland studiert und dort ihren chilenischen Mann kennengelernt hat.
Für den nächsten Tag haben wir die Pläne auch niedrig gehalten. Gutes Essen suchen und ausschlafen waren die Eckpfeiler. In einem kurzen regenfreien Fenster am Nachmittag gegen 16.00 haben wir uns doch noch aus dem Hostel getraut. Nicht für eine Canyoning Tour oder einen Vulkanbesuch wie es sich für Puerto Varas gehört hätte, sondern für einen Ausflug in die Erdbeere – Frutillar. In dem Dorf wandert man durch Deutschland. “Kuchen” an jeder Ecke und die deutsche Flagge sieht man auch etwas zu oft, dafür dass es noch chilenischen Staatsgebiet ist. Aber sonst ist es bei Sonnenschein sicherlich ein idyllisches Fleckchen.
Fürs Abendessen wurde uns ein Seefood-Restaurant empfohlen. Für den einstündigen Fußmarsch dorthin war leider die Wahl des Fisches etwas unglücklich. Stellt sich heraus, dass Merluza recht unaufdringlich im Geschmack ist.

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Eines der wenigen Fotomotive in Frutillar:

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2010 wurde eine riesige Veranstaltungshalle errichtet. Wäre sie nicht so überdimensioniert würde sie wohl auch besser ins Dorfbild passen.

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Am Tag zwei in Puerto Varas war die Sonne wieder da. Eigentlich wäre unser Bus nach Pucón um 09.20 losgefahren. Beim Frühstück haben wir aber über die Nachrichten im Fernsehen erfahren, dass der Vulkan Villarrica in der Nacht ausgebrochen ist und Pucón und die Stadt Villarrica angeblich evakuiert wurden.

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Vulkanausbruch_villarrica

In einer raschen Umbuchungsaktion haben wir unser Ticket auf Valparaíso geändert. Ersatz hätten wir keinen bekommen, da die Buslinien keine Information hatten nicht nach Pucón zu fahren.
Von einem Motorradreisenden (drei Jahre unterwegs durch Europa und von Alaska durch Canada, die Vereinigten Staaten und Südamerika) haben wir den Tipp bekommen nach Pichilemu an den Strand zu fahren.
Um die Zeit bis zur Busabfahrt um 21.15 zu überbrücken haben wir uns Räder ausgeborgt und haben ein bisschen gespielt. Den erwarteten Radweg um den See gab es aber leider nicht. Da muss man neben der Landstraße am Pannenstreifen fahren und das auch noch ohne Blick auf den See. War unglaublich unspektakulär. Dafür haben wir im El Retorno ein umso besseres Mittag/Nachmittagsessen bekommen!

Torres del Paine – American Sightseeing

Puerto Natales hat sich bei unserer Ankunft nicht von der schönsten Seite gezeigt. Es war das erste Mal, dass wir etwas Regen abbekommen haben. Außerdem dürfte mit der NSA-Google Zusammenarbeit etwas nicht so ganz hinhauen. Die Stadt hat nämlich in Wirklichkeit schon mehr Straßen als in Google Maps eingezeichnet sind 🙂
In der Dunkelheit um 22.30 bei Regen ist die unvollständige Minikarte im Lonely Planet auch nur eine Schikane. Die auf Booking.com angekündigte 5-minütige Entfernung vom Bus waren berechtnet für jene, die mit dem Auto ins Hostel kommen. Nach 20 Minuten Fußmarsch haben wir das dann doch auch geschafft. Die “Four Seasons” haben sich als Homestay herausgestellt – war eine unglaublich liebenswürdige Familie, die uns umsorgt hat!
Da unser Flug schon einen Tag später von Punta Arenas gebucht war, hatten wir gar nicht so die große Auswahl an Torres del Paine Aktivitäten. Puerto Natales ist 1.5 Stunden vom Park entfernt und die Busse fahren nur zu fixen Zeiten. Für einen kleinen Eindruck blieb uns also nur die Full-Day-Torres-del-Paine-Tour.
Die Tour inkludiert alle Aussichtspunkte des Parks mit einer 1-Stunden-Wanderung. Kann man sich also vorstellen, dass wir den Altersdurchschnitt um mind. 20 Jahre gesenkt haben. 🙂
War aber trotz allem ein toller Tag mit super Wetter und Traumaussichten auf ein Bergmassiv der Extraklasse!

Erster Stop war bei einer Höhle, die durch Erosion durch den Gletscher entstanden ist. Sehr tief, sehr hoch, unbewohnt.

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National_park_torres_del_paine

Der Nationalpark ist für starken Wind bekannt und den haben wir auch ausgiebig miterlebt. Bei unserer 1-stündigen Wanderung (den Strand von Lago Grey einmal hin- und zurück spazieren) hat es uns fast verweht. Superman spielen geht super 🙂

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Torres_del_paine

Dass jeder Tourbus beim selben Campingplatz Mittagspause macht hat der Fuchs auch schon mitbekommen. Und dass es eine leichte Futterbeschaffung ist vor den essenden Touristen im Kreis zu rennen auch.

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Perito Moreno Gletscher

El Calafate ist etwas größer als El Chaltén, hat aber trotzdem einen ähnlichen Charme. Es fehlen nur die Berge rundherum. El Calafate ist mehr ein Crossover zwischen schweitzer Bergdorf und texanischer Wüstenstadt (behaupte ich jetzt ohne Texas gesehen zu haben). Rundherum gibt es nur die argentinische Steppe und den riesigen Lago Argentino. An der Hauptstraße reiht sich Eisladen an Souvenirshop an Outdoor-Outfitter.
Das absolute Highlight weshalb jede Reiseroute durch Argentinen – oder zumindest durch Patagonien – einen Zwischenstopp hier fix beinhaltet ist der ca. 14 km lange Perito Moreno Gletscher, der in den Lago Argentino kalbt. Es ist auch einer der wenigen Gletscher, der angeblich noch wächst statt zu schrumpfen. Wie ein Pfeil schiebt er sich vorwärts ins Wasser und bewegt sich dabei täglich um zwei Meter an der zentralsten Stelle. Ob diese Behauptung der Informationstafeln reines Wunschdenken ist oder auch der Wahrheit entspricht weiß man nicht. Wir haben jedenfalls nicht das Gefühl gehabt vom Gletscher angefallen zu werden 😉
Aber Eisbrocken sind recht viele runtergefallen und auch das typische Krachen und Knacken war sehr deutlich zu hören.
Trotz strahlendem Sonnenschein war es nicht nur zum Schwitzen. Der kalte Wind vom Gletscher hat regelmäßig ordentliche Abkühlung gebracht.

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Perito_moreno

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Vor_dem_gletscher

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Am Abend haben wir zur Abwechslung mal wieder Fleisch gegessen. Diesmal in einer Eintopfart: Schnitzel mit Gemüse im gusseisernen Reindl mit Papas Fritas oben drauf. Als Vorspeise haben wir – auch wenn’s angeblich nicht üblich ist – Guanaco Rohschinken gekostet. Ist sehr gut, habe aber keinen Unterschied zum guten Spanischen geschmeckt.

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Nationalpark Los Glaciares

Wir sind also gut in der Hauptstadt der Wanderungen angekommen. El Chaltén sieht dabei aus wie ein süßes kleines Bergdörflein, das sich völlig auf die Scharen an Touristen eingestellt hat. Wohnhäuser für die ansässige Bevölkerung haben wir keine gesehen. 70% der Gebäude sind Hostels, die restlichen 30% verteilen sich auf Restaurants, Minisupermärkte, Reisebüros und Trekkingausrüster. Einen Letzterer haben wir aufgesucht um unser Equipment bergfähig aufzurüsten. Haben Zelt, Matten und Schlafsäcke und einen Rucksack (da meiner die lange Reise ja leider nicht ganz überlebt hat) ausgeliehen. Spannend war dabei bis zum Schluss, ob wir auch alle in das Zelt passen werden – das einzige was wir nach 2 Stunden auftreiben konnten war ein 2-Mann-Zelt. Dem netten Herren im Shop haben wir dann gesagt, dass die Verena eh nicht campen wird. Sonst hätte er uns nicht mal das gegeben 🙂
Eigenartig fand ich übrigens auch, dass El Chaltén erst um 10.00 aufsteht. Vorher gibt es eigentlich gar nichts – weder Café noch Equipment, nur eine scheinbar völlig übermüdete Bäckerin.
Cerro Torre
So sind wir halt erst um 11.00 in den Trek gestartet, obwohl wir vorher schon mind. 2 km zurückgelegt haben bis wir endlich alle Rental Shops zweimal abgeklappert und Essen für vier Mahlzeiten mit unseren letzten Pesos gekauft haben.

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Da das Wetter eine absolute Ausnahmesituation für diese Gegend war – kein Regen, kein Wind, keine Wolken – habe ich kurzfristig die Routenführung umgedreht: erstes Ziel der Ausblick auf David Lama’s Eroberung, den Cerro Torre, von der Laguna Torre aus. 9,37 km in das Tal hinein, immer mit der Nadel vor uns im Blick. Wenn man dann vor dem Gletschersee unter dem Torre steht fragt man sich, was für eine unglaubliche Willenskraft man braucht um ganz da nach oben zu kommen.

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Als Mittagspause zur Belohnung nach 3 Stunden Gehzeit haben wir uns einen Powernap und eine gradiose Aussicht gegönnt.

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Cerro_torre

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Bei weiterhin traumhaftem Wetter sind haben wir uns in Richtung unseres Tagesziels in Bewegung gesetzt: Campamiento Poincenot.
Die 11 km waren zwar nicht anspruchsvoll, da die ausgezeichnet präparierten Wege fast wie Autobahnen durch den Park führen, trotzdem waren es für diesen Tag dann doch insgesamt 750 m rauf und 470 m zwischendurch wieder runter. Als Spitzentourguide habe ich mich gleich mal um 5 km Tagesdistanz verkalkuliert. Verenas Gesichtsausdruck sprach Bände wie wir ihr dann vor dem Zelt gesagt haben, dass sie gerade einen Halbmarathon hinter sich hat 🙂

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Es hat sich herausgestellt, dass das 2-Mann-Zelt ausreichend groß für sardinendosen-mäßiges Schlafen für drei war. Die Kälte hätte uns um zu Überleben sowieso keine andere Wahl gelassen kalt …

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Campamiento_poincenot

Monte Fitz Roy
Bis die Sonne rausgekommen ist war es noch bitterkalt. Darum haben wir es uns gegönnt lang zu schlafen auf den herrlich weichen Matten in den wohlig warmen Schlafsäcken im perfekt abgedichteten Zelt … not.
Vor Fitz Roy sieht man am Hügel genau in der Verlängerung des Gletschers den Weg für den Morgensport: 420 Höhenmeter zur Laguna de los Tres – dafür nur mit Wertsachen und Frühstück im Gepäck.

Ein reichhaltiges Frühstück und eine ausgiebige Fotosession später wandert man, dem Ansturm der Massen die von El Chaltén gestartet sind entgegen, den Weg zum Camp zurück.

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Fitz_roy

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Laguna

Das Zelt war so schnell eingepackt wie es aufgestellt war. Der Weg zurück nach El Chaltén ging großteils eben bis abwärts und durch Sumpflandschaft, verwunschenen Wald und Buschsteppe. Die Vorfreude auf das riesige Belohnungssteak hat uns angetrieben.

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Zurueck_in_chalten

Der wilde Zoo in Puerto Madryn

Ein Sammelflug hat uns von Buenos Aires nach Trelew gebracht. Da steigt man in Buenos Aires ein, fliegt nach Viedma wo zu- und ausgestiegen wird, dann geht es weiter nach Trelew wo wieder zu- und ausgestiegen wird um dann die Runde fertig zu machen und wieder nach Buenos Aires zu fliegen. Wenn man da also seinen Stopp verpasst landet man wieder dort wo man gestartet ist 🙂
Wir sind aber rechtzeitig abgesprungen. Im Hostel haben wir gleich bei unserer Ankunft Schimpfe bekommen, weil wir noch nicht wussten was und wie wir uns das anschauen wollen. Haben wir also Infos eingeholt von anderen Reisenden und Autovermietungen abgeklappert und dann den Masterplan aufgestellt.
Vor Puerto Madryn treffen sich zwei Meeresströmungen (bitte genaueres selbst googeln) weshalb es dort einen speziellen Lebensraum für diverse Meerestiere gibt: Seelöwen, Seeelefanten, Orkas, Pinguine, Delfine und Wale (und so einige geflügelte und fliegende Tiere)
La Estancia El Perlato
Estancias sind Farmen mit riesigem Landbesitz. Die Estancia rund um Punto Ninfas ist eine private Estancia bei der man geführt die Küste mit ihren vielen Bewohnern besuchen kann. Wir hatten unsere private Tour mit zwei einheimischen Biologiestudenten und sind um 9.00 losgestartet. Die 80 km Anreise haben auf der Schotterpiste durch die Estancia 1,5 Stunden gebraucht. 1,5 Hektar braucht man hier pro Schaf weil das Land so karg ist und die Tiere nicht sparsam genug umgehen. Gauchos kümmern sich hier um die Instandhaltung der Estancia und um die Tiere.

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Gaucho

Bis wir am Strand angekommen sind, sind uns außer Schafen auch noch Guanacos (Lamaart), Strauße, ein Gürteltier und viele Schafe unter gekommen.

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Tourmobil

Die Seeelefanten werden an die 80 Jahre alt, wiegen männlich ausgewachsen 4-6 Tonnen, weiblich ca. eine Tonne und haben als Erwachsenes Tier keine natürlichen Feinde mehr. Entsprechend entspannt sind die Tiere auch. Wir haben ungefähr zwei Stunden mit ihnen am Strand verbracht und uns dabei bis auf fast einen Meter genähert, ohne dass sie das gestört hätte. Wir haben uns aber auch die letzten Meter robbend herangewagt – was bei dem Labyrinth aus Hinterlassenschaften gar nicht so einfach war 😉

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Seeelefanten

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Seeelefanten_maennchen

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Seeelefanten_paerchen

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Auf_tuchfuehlung

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Seeelefanten_strand

Zu Mittag gab’s Mittagessen auf der Estancia mit Asado (Gegrilltes), Brot, Salat und Chimichurri (Gewürze und Kräuter in Öl). Herrlich!

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Chorizo

Am Nachmittag haben wir die Pinguinkolonie besucht. Ungefähr 2.000 Tiere brüten hier und bilden Partnerschaften fürs Leben.

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Pinguinversammlung

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Pinguinhaltung

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Pinguine_am_meer

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Penguin_crossing

Schnorcheln mit Seelöwen
Um 08.00 haben sich alle zehn Teilnehmer der Halbtagestour am Katamaran Golfo Azul eingefunden. Bis zur Ankunft beim Kliff der Seelöwen waren wir nur ca. 1,5 Stunden unterwegs, dann aber schon völlig durchfrohren.

Trotz strahlend blauem Himmel und Sonnenschein war der Wind so bitterkalt, dass erst der 3-mm-Ganzkörperneoprenanzug wieder etwas Wärme gespendet hat. Aber das Vergnügen war auch nur von kurzer Dauer. Schließlich funktioniert das mit dem Schnorcheln außerhalb des Wassers so schlecht. Also sind wir mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen ausgestattet ins 14°C Wasser gehechtet. Man erkent ja recht flott, dass der Mensch nicht fürs Wasserleben geschaffen ist. Aber bei solchen Temperaturen und mit so einem Anzug fühlt man sich wahrlich behindert. Da sind die gelenkigen und flinken Bewegungen der Seelöwen ein krasser Gegensatz. Dass wir da im Meer herumtreiben (weil schwimmen konnten wir nicht) hat die flotten Jäger nicht gestört. Sie waren eher neugierig und sind um uns herum gewurdelt – Gefahr geht ja offensichtlich keine von uns aus. Gute 45 Minuten durften wir im Wasser spielen/frieren, dann sind wir wieder weiter. Am Weg haben uns kurz ein paar Delfine begleitet, waren aber zu schnell für ein Foto.
Beim Anlegen am Pier in Puerto Madryn musste Marisa (Koordinatorin) erst einen Seelöwen verscheuchen, der sich wohl scheinbar bei Flut am Steg ein schönes Plätzchen gesucht und gefunden hat. Bei Ebbe ist der Pier aber doch sechs Meter weiter über dem Meeresspiegel. Da hat sich das Tier zwar erst etwas geziert und wäre lieber liegen geblieben, ist dann aber doch abgezogen und ins Wasser gesprungen.

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Seeloewe

On the road

Gestartet um 16.00 in Puerto Madryn.
Abfahrt um 16.20
Buswechsel eine Stunde später in Trelew
Kompressorpanne um 20.00

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Buspanne_im_nirgendwo

Reparatur am Pannenstreifen 4 h später
Fahrt durch La Pampa

Ankunft in Río Gallegos statt 09.00 um 13.15
Bus nach El Calafate die letzten drei Tickets für 16.00 ergattert
Anschluss nach El Chalten heute nicht mehr möglich
Ankunft in El Calafate geplant um 20.30

Nachtrag:
Bei der Polizeikontrolle vor El Calafate haben wir den Bus nach El Chaltén getroffen. Sind also schnell raus gesprungen und haben den anderen genommen und sind jetzt doch noch bis El Chaltén gefahren. Buswechsel um 20.15; Ankunft in El Chaltén um 22.50
Unser Hostel haben wir auch gefunden, nur haben die offensichtlich keine 24-h-Rezeption. Also haben wir um halb 12 noch nach einem Schlafplatz gesucht. War Gott sei Dank nicht so schwierig und dann sogar ein 6-Bett-Dorm für uns allein. Konnten wir also noch unsere Ausrüstung für die 2-Tages-Wanderung zu Fitz Roy und Cerro Torre packen.

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Capital_de_trekking

Córdoba

37 Jahre später erinnert nichts an unser Fußballwunder. Nur die Begeisterung für Fußball ist in dem Land überall zu sehen.

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Wunder_von_cordoba

Córdoba ist größer als erwartet. Vom Kleinstadtflair war wenig zu spüren, dafür hatten wir ein tolles Abendessen (zur Abwechslung mit Fleisch).

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Bife_de_chorizo

Haben die Heimat vom jugendlichen Che Guevara in Alta Gracia besucht. Das ist ein unglaublich idyllisches Dörfchen 30 Minuten außerhalb von Córdoba.

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Che_guevara_house

Man mag halten von dem Herrn was man will, aber gereist ist er unglaublich viel. Sein Zuhause wurde in ein Museum verwandelt, was zwar eineitig aber sehr schön aufbereitet ist. Ausgestellt ist auch sein Motorrad.

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Che_guevara_motorrad

Nach einem Lomo (Sandwich) haben wir im Park rund um den künstlich angelegten See eine Siesa eingelegt. Wir haben uns also schon richtig angepasst …

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Lomo

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Hundeliebe

Zurück in Córdoba sind wir durch den Künstlermarkt spaziert – sehr hipster.

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Rund um den Hauptplatz mit der Kirche spielt sich das Leben ab.

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Paraguay: Encarnacion und Trinidad

Wir haben die letzte Verbindung an diesem Tag auch noch geschafft und sogar einen Busfahrer erwischt, der bei beiden Grenzstationen auf uns gewartet hat. Zugegeben, die Stempel haben wir wirklich sehr flott bekommen 🙂

welcome_to_paraguay

Im Hostel haben wir umfangreiche Infos bekommen:

schaut euch die Jesuiten Missionen an, vorne rechts ist ein Bankomat, am Straßeneck links ist ein Kebabrestaurant – das ist gut.

Haben wir dann Geld geholt (fun fact: die heißt wie die indigene Bevölkerung, Guaraní) und anschließend beim Kebab wieder ausgegeben. Zwei riesige Döner und ein importiertes Bier für fünf Euro.
Am Weg zu den Überresten der Jesuiten Missionen haben wir gleich einen Fotostop bei der Kathedrale von Encarnacion eingelegt.

catedral_de_encarnacion

Busse fahren zwar regelmäßig, aber eine Wartezeit von ca. einer Stunde muss man hier halt schon überall einkalkulieren. Ist aber eh großes Kino: Geldwechsler, Essens/Parfumverkäufer und diverse andere Wirtschaftstreibende.

waiting_at_bus_terminal

Mit Stops alle 100 m haben wir gute 50 Minuten nach Trinidad gebraucht – Sabi hat nur die ersten fünf mitbekommen und dann einen 40-minütigen Powernap gemacht. Ungefähr 600 m Fußmarsch waren es noch in völliger Einsamkeit. Dabei gab es bei den Jesuiten doch so viele Leute? Die Ruinen haben wir im Grunde nur mit dem Ticketkontrollor und der Jesuitenkatze geteilt.

jesuitenkatze

trinidad_jesuite_mission

trinidad_jesuite_mission_church

original_floor

bell_tower

Im mercado municipal La Placita wollten wir anschließend etwas paraguayanische Küche kosten, aber um 17.00 fangen die schon an zuzumachen. Damit wurde das zur Tagesaufgabe für Tag zwei erklärt. Sooyo – Suppe mit Fleischbällchen, Fleisch in Ei-panier, gegrilltes Assortiment von Fleisch. Ich glaube für Vegetarier wäre Südamerika die Hölle.

mercado_municipal

la_placita

Jeder Paraguayaner hat immer und überall eine Thermoskanne mit kaltem Wasser und Eiswürfeln und eine Tasse mit Tereré dabei. Das ist eine Mischung aus Mate und verschiedenen anderen Tees – bei uns mit Minze. Das Teegemisch wird über den Löffel bis zu 3/4 in die Tasse geleert und dann mit Wasser aufgegossen. Durch die Löcher im Löffel unten saugt man den Tee dann an. Dann kommt wieder Wasser bis zum Rand in die Tasse usw.

tereré_drinking

Encarnacion hat einen Strand. Auch sehr schön, auch sehr heiß. Haben einen verlassenen Mateverkaufsstand gefunden und spontan umgesattelt 🙂

selling_mate

Die Rückfahrt nach Posadas hat drei Stunden gedauert. Rush hour auf der Brücke 🙂

posadas

Cataratas de Iguazú

Nach 18 Stunden Busfahrt sind wir in Puerto Iguazú angekommen. Um 21.00 in Buenos Aires in den Nachtbus vom Cruzero del Norte mit Semi Cama (= fast Bett) eingestiegen und um 15.00 haben wir den Busfahrer gebeten uns vorm Hostel auf der Ruta 12 raus zulassen. Hat er auch gemacht und uns damit ca. eine Stunde hin- und herfahren gespart.
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Busfahrt ist inklusive Essen (Frühstück waren Kekse mit Dulce de Leche)

Waren dann hoch motiviert und wurden gleich von zwei weiterfahrenden Busfahrern mit einem ablehnenden Beuteln des Schädels auf der Straße stehen gelassen.
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Macht auch nichts, sind wir halt fürs gleiche Geld mit dem Taxi gefahren.
Die Wasserfälle sind jede Minute der Busfahrt wert! Wenn man sich auch den Wege nähert ist der Iguazú ganz ruhig und idyllisch, aber dann sieht man die riesigen Nebelschwaden die aufsteigen. Und wenn man dann direkt über den Fällen steht ist kann man gar nicht glauben, dass da so viel Wasser daher kommen kann. Beim Runterschauen verschwimmt alles in eine helle weiße Masse die scheinbar kein Ende hat – nur an wenigen Stellen sieht man ein paar Felsen. Der Park ist riesig und so gut angelegt, dass man immer wieder eine andere und fast noch beeindruckere Sicht auf die Cataratas hat. Da jetzt in Rio der Carneval ist, ist im Moment Hochsaison weil die Backpacker auf der Durchreise sind. Entsprechend gut gefüllt war der Park auch – vor allem mit Israelis und Australiern.
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Haben dann gleich die Weiterreise gestartet. War diesmal wesentlich erfolgreicher als in der Früh. Nach einem sehr amüsierten falsch gestoppten und dann weiter gewunkenen Busfahrer haben wir den richtigen Bus gestoppt. Sind die fünf Stunden zurück nach Posadas durch die Urwälder getuckert. Hier auf der Busstation gleich in die nächste internationale Verbindung um auf die andere Seite des Paranà nach Paraguay zu kommen. Und zwei Stempel später sitzen wir in Encarnacion vor einem Kebabstand und essen Lomito al arabe (Döner mit Zimt).

Cambio cambio!

Heutigen Tagesplan abgearbeitet: Geld gewechselt und Busticket für Iguazu gekauft.
Ziemlich toll, da geht man die Straße entlang und wechselt dann in einem Zeitungsstand zum Kurs von 13,80 Pesos für einen Euro. Der offizielle Kurs sind ca. 8 pro Euro 🙂
Ist aber ein weniger schönes Gefühl mit 300 Euro in bar herum zu laufen.
Mein Gepäck wird im Hostel dann hoffentlich auf mich warten wenn wir die Verena in Buenos Aires abholen in einer Woche. For now sinds die guten Shorts und Shirts von Sabi.
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in der U-Bahn am Weg zum Busterminal

In transit

Gott sei Dank gibt’s überall jetzt schon gratis wifi: Schwechat, Amsterdam, Saõ Paulo, Airbus … Das hält weder der beste Daumen noch Akku durch.
Dafür wird leider beim Essen immer mehr eingespart 😦 HUUUNGER

Warte auf den letzten Anschluss von Saõ Paulo nach Buenos Aires. Sabi hat mir gerade geschrieben, dass Karneval is beim Hostel 🙂

Beach Club

Warn unter Tags in Seminyak und haben die Stadt und den Strand angeschaut. Auch sehr nett, auch sehr touristisch. Dass ein Flug nach Bali kürzer ist, als von der West- an die Ostküste Australiens merkt man sehr stark am Aussi-Anteil 🙂

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Haben dann am Abend einen Baby-Komodo-Drachen im Bad gefunden 🙂

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Surfin’ Baby!

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Das ist der Bingin Strand. Hier wohnen wir für zwei Tage. Warn heute schon surfen. Geht gut – simma schon gut auf der Brettern gestanden 🙂
Wurde mir heute gesagt, dass wir das als österreicher ja wohl können müssen … Logik war mit nicht klar, aber gut, kömma eh 😉

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Der wirklich harte Stoff: Benzin, 1 l für 8.000 Rp.

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Die Selfie-Stange der Asiaten zerstört auch dem schönsten Sonnenuntergang 😉

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Bali Tempel zweiter Tag

So, haben wir gestern auch die letzten wichtigen Temple fotografiert 😉
Nach einer gewissen Tempeldosis sieht einfach ein Pura (Tempel) wie der andere aus. Schade eigentlich.
Aber es werden strikte Regeln angewandt: keine Kinder mit Milchzähnen, keine Schwangeren … im Tempel erlaubt.
Pura Batukaru

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Pura Ulun Danu Bratan:

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Zur Begrüßung vor dem Monkey Forest wurde von einem besonders zielstrebigen Affen schon Das alte Weckerl von Flug entrissen. Diese Tiere sind unglaublich auf Plastiksackerl konditioniert. Die halten den Rockzipfel so lange, bis der Inhalt endlich einkassiert wurde.

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Ubud Umgebung

Fertig aber glücklich in Ubud angekommen. Heute haben wir schon mit dem sightseeing von Bali gestartet. Mit 2 Mopeds (EUR 6 für den ganzen Tag) sind wir von früh bis spät (~10 bis 17.30) herum gedüst. Links fahren ist gar kein Problem – es geht eher darum irgendwo Platz auf der Straße zu finden 😉

Gunung Kawi

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Rice Cake Snack – es ist ja schließlich eine kulinarische Reise

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Pura Tirta Empul: die Verlockung baden zu gehen war dann doch nicht so groß. Obwohl es eine herrliche Abkühlung gewesen wäre.

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Derzeit ist ein mehrtägiges Festival, bei dem man zum Tempel fährt um zu beten – dabei in weiß gekleidet ist und unglaublich viel Müll produziert und nebenbei eine Volksfest Stimmung genieße kann 😉
Sehr angenehm, weil dadurch die Touristenabzocker anderweitig beschäftigt waren. Wohl mit dem Abzocken der Einheimischen? 🙂
Pura Besakih:

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Boat cruisin’

Nachdem wir Trip Advisor durchforstet und die Karkalaken/Ratten-Bewertungen ignoriert haben, haben wir spontan Flug und Boottrip gebucht. Geplant wäre das Upper Deck gewesen,  bekommen haben wir Lower Deck und eine Cabin. Geschlafen haben wir dann aber eh meist unter Tags 🙂
Wir sind drei Tage von Insel zu Insel getuckert und einen Traumstrand nach dem andern beschnorchelt. Sehr entspannend, aber nur gut, dass bei den Fotos keine Gerüche mitgeschickt werden 😉
Auf Comodo Island wurden wir von einem etwas desinterssierten Guide über die Insel geführt. Die Informationen über die Drachen variieren je nach Guide, aber scheinbar leben 2800 Exemplare auf der Insel, fressen ihre Kinder nachdem sie 3 Monate lang das Nest beschützen und leben (wenn sie überleben) ~60 Jahre.

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Yogya, Lombok

Haben uns noch im Zug ein Zimmer online reserviert. The Cabin Hotel. Name ist Programm 🙂 konnten dort nicht mal die Rucksäcke stehen lassen nach dem auschecken, weil einfach kein Platz war 🙂 außerdem hat es dort auch die Preisliste für stündliche Abrechnung gegeben …

Palast gesehen, Wasserpalast auch, und dann standen wir selbst in Wasser. Es hat angefangen zu schütten.

Und dann haben wir geplant wie es weiter geht:
Borobudur mit sonnenaufgang, Prambanan gleich anschließend und dann volé zum Flughafen,  ticket gebucht, Mittag gegessen und mit etwas Verspätung nach lombok gestartet.

Morgen geht’s aufs boot für die 3 – tätige komodo-tour.

Das Cabin-Hotel: drinnen nicht größer als es von außen ausschaut.
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Fahrradriksha: der arme Kerl hat dann doch den Motor eingeschaltet, nachdem wir von einer anderen Riksha überholt wurden – die mit 3 Leuten besetzt war 😉

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Palast in Yogyakarta: die älteste und lustigste Touristenführerin, die wir je hatten. 86 Jahre, aber um keine zweideutige Bemerkung verlegen 😉
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Borobudur: bei Sonnenaufgang und dann close up

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Prambanan: seit dem Erdbeben 2006 leider sehr zerstört, trotzdem extrem cool

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First day und schon fertig

Jetzt sitzen wir schon wieder in einem Transportmittel. Seit 7 Stunden im Zug von Bandung nach Yogyakarta – hamma nur noch eine Stunde 🙂 yeah!
Sind erfolgreich am Vulkankrater gewesen (war eh nicht so eine Leistung, haben uns ja chauffieren lassen), haben uns durch diverse Straßenstandln gekostet und die recht bizarre Erfahrung eines Sonntagsausflugs für Indonesier genossen: hot springs mit Tretbooten, Food Courts und Ponyreiten.
Unser spätes Mittagessen im food market neben unser Hostel war eine Herausforderung. Weniger für das Geldbörsel sondern eher für die Geschmacksnerven. Die haben durch dieses ayam sate sicher etwas gelitten. Sogar die Sabrina hat feuchte Augen gehabt, so scharf war das … aber schön wenn der Schmerz nachlässt 😉

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Wir werden zu unserem Zug eskortiert.

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Ob es einen Weg gibt, der nicht über die Gleise führt, weiß man nicht. Für uns wurden jedenfalls Verbotsschilder ignoriert 🙂

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Verena und Dani – Abschied von Bandung

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Hot Springs. Wieder einmal wurden WIR als Fotomotiv missbraucht.

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Ostern ist. Wir haben halt die Eier gerochen, nicht gesucht. Pfff – die anderen Leute sind mit Masken vorm Gesicht herum gelaufen. Lächerlich

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Touristen ohne Ende, aber wir die einzige Weißen.

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Tauben: gerade liest uns Dani im Reiseführer noch vor, welche Worte man zum Verständnis der Speisekarte braucht … Hendl, Hund, Ratte … und da bestätigt Unchang, der Fahrer, dass die Tauben auch am Menü stehen.

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Mit dem Auto ist man schneller beim Tanken als mit dem Moped.

Jetzt doch Bandung

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Wir hatten zwar geplant in Jakarta eine Nacht zu verbringen bis wir den Flug nach Yogyakarta kriegen – aber am letzten Flug von Singapur nach Jakarta haben wir Freunde gemacht und uns auf den Rat verlassen: gleich den Bus nach Bandung und einen Tagesausflug zum Vulkan Tangkuban Perahu.
Fun fact: in Bandung gibt’s auch ein Hunny Hostel, wie das das wir in Jakarta gebucht hatten. Aber Honigtopf war keine abgebildet 😉

Guts nächtle!

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Zurück nach Kathmandu (Ziel Sundarijal)

Dreizehnter Tag – wir steigen noch einmal 250 Meter auf um dann um so mehr Stufen wieder hinunter haxeln zu dürfen. Dazu sei angemerkt, dass es in Nepal wohl keine Norm für die Tiefe, Höhe und Ausrichtung von Stufen geben dürfte. Schief, schmal und (gefühlt) so hoch wie ein ausgewachsener Nepali
Wir sind wieder zurück in der Zivilisation

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Da es keine Taxis gab, hat uns Angdu kurzerhand einen Linienbus gechartert.

Nach Chisapani

Zwölfter Tag – der Urwald hat uns wieder fest in seiner Gewalt. Rauf und runter halten sich die Waage. Gemeinerweise geht es aber nach dem Mittagessen in der Sonne (schlapp und etwas lustlos von Hitze und Essen) nur mehr aufwärts. Unser Aufstieg erheitert die lokale Bevölkerung, die (während sie amüsiert kurz hinter uns bleiben) dann doch recht rasch vorbei huschen und in den rutschigen steilen Rinnen mit Flip-Flops scheinbar mühelos dem Berg hinauf rennen.

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Erstes Fahrzeug seit 12 Tagen

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Dieser Wasserrohrbruch bedeutet Trockenheit bei mind 3 Haushalten …

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Nepalesische Wanderwegbeschriftung (haben wir regelmäßig gesehen)
Mama hat ihnen nicht so bedingungslos getraut wie wir 😉

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Ankunft im letzten Übernachtungsort unserer Wanderung: rechtzeitig mit dem Nebel in Chisapani